Sonntag, 24. Februar 2013

Rosenschokolade

Fastenzeit zum Trotz, da ich ein paar Dinge ausprobieren wollte, die ich von verschiedenen Reisen nach Hause gebracht habe, gibt es jetzt Rosenschokolade.


Als ich letzten Herbst in Wien war - also genau genommen war ich ja in St. Pölten, um am theologischen Dialog mit einigen Vertretern der indischen Mar-Thoma-Kirche zu führen, aber ich schweife ab - als ich also zwischen dem Aufenthalt in St. Pölten und dem Abflug in Wien noch etwas Zeit hatte, bin ich beim k. u. k. Hofzuckerbäcker Demel eingekehrt. Die Dobostorte war nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch eine Augenweide, und ein Mitbringsel musste natürlich auch sein. Etwas Spezielles - warum nicht die kandierten Rosenblätter?
Aber was macht man mit kandierten Rosenblättern? Die Antwort fiel mir wie Schuppen von den Augen, als ich von einer anderen Reise - sie hatte mich in die schönste Stadt der Welt geführt, wo ich einer Schokoladegussform samt Rezeptbuch (auf Französisch natürlich) nicht hatte widerstehen können - nach Hause gekommen bin: Rosenschokolade! Selbst gegossene Schokolade mit kandierten Rosenblättern.

Ich empfehle zum Schokoladeselbergiessen die Cailler Cuisine, die es in 200g-Tafeln als weisse Schokolade, Milchschokolade und Zartbitterschokolade gibt. Ich nehme gern in die zartbittere ein Stückchen Milchschokolade, und umgekehrt, wenn ich sie schmelze - schön sanft im Wasserbad, sie brauchen keine hohe Temperatur. Dazu kommt, wenn die Schokolade flüssig ist, ein kleines Stückchen gesalzene Butter, so 10-20g pro 200g Schokolade. Und dann ab in die Gussform, wer keine hat, kann sie auch direkt auf ein Backpapier giessen. Mit kandierten Rosenblättern verzieren und abkühlen lassen - fertig.

Wenn man gerade zufällig keine kandierten Rosenblätter des k. u. k. Hofzuckerbäckers Demel zur Hand hat, dann ist das auch nicht weiter schlimm. Wenn ich ehrlich sein soll, die Schokolade drängt das Rosenaroma doch recht in den Hintergrund. Aber es lässt sich so ziemlich alles auf die dickflüssige Schokolade streuen, was man sich vorstellen kann. Ich werde jedenfalls weiter experimentieren.

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